Lexikon
Maler-Lexikon: Fachbegriffe einfach erklärt
Von Deckkraftklasse bis Tiefgrund: Hier steht, was die Begriffe in Angeboten, auf Farbeimern und in Datenblättern bedeuten.

Malerangebote und Farbetiketten sind voller Kürzel. Wer sie nicht kennt, vergleicht schnell Äpfel mit Birnen: Eine Nassabriebklasse 2 ist etwas anderes als Klasse 3, und „Q3 spachteln“ meint nicht dasselbe wie „Q2“. Dieses Lexikon sammelt die wichtigsten Begriffe aus Untergrundvorbereitung, Farbwahl, Verarbeitung und Abrechnung. Jeder Eintrag ist kurz gehalten und verweist auf verwandte Begriffe.
A
- ArmierungsgewebeGlasfasergitter, das in Spachtel- oder Putzschichten Risse verhindert.
- AbdeckvliesSaugfähige Schutzbahn für Böden und Möbel beim Streichen.
- Airless-SpritzenHochdruckverfahren, bei dem Farbe ohne Druckluft zerstäubt wird.
- AcryllackLack auf Acrylatbasis, meist wasserbasiert und vergilbungsarm.
- AlkydharzlackKlassischer Kunstharzlack, meist lösemittelhaltig und besonders hart.
- ArbeitsgerüstGerüst für Arbeiten an der Fassade, nach Fläche abgerechnet.
- AufmaßMessung der Flächen, nach der abgerechnet wird.
- AbnahmeFörmliche Entgegennahme der fertigen Arbeit durch den Auftraggeber.
- AbtönfarbePigmentierte Farbe oder Paste zum Einfärben von Weißfarbe.
- AnstrichsystemAufbau aus Grundierung, Zwischen- und Schlussanstrich, der aufeinander abgestimmt ist.
D
- DispersionsfarbeWasserverdünnbare Standard-Wandfarbe mit Kunstharzbindemittel.
- DeckkraftklasseMaß dafür, wie gut eine Farbe den Untergrund abdeckt.
- DeckenfarbeStumpfmatte, hoch deckende und spritzarme Farbe speziell für Decken.
E
- ErgiebigkeitGibt an, wie viele Quadratmeter ein Liter Farbe streichen kann.
F
- FarbrollerWerkzeug zum schnellen, gleichmäßigen Auftragen von Wandfarbe.
- FlächenstreicherBreiter Pinsel für Heizkörper, Türen und Flächen, die der Roller nicht erreicht.
- FassadenfarbeWitterungsbeständige Farbe für Außenwände.
G
- GrundierungVorbehandlung, die Untergrund festigt und Saugverhalten ausgleicht.
- GlanzgradBeschreibt, wie stark eine Oberfläche das Licht zurückwirft.
- GlasfasertapeteGlasgewebe-Tapete, strapazierfähig und rissüberbrückend.
- GewährleistungGesetzliche Pflicht des Betriebs, Mängel seiner Arbeit zu beheben.
H
- HaftgrundGrundierung mit feiner Körnung für glatte, nicht saugende Untergründe.
- HeizkörperlackHitzebeständiger Lack für Heizkörper und Rohre.
- HandwerksrolleVerzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe bei der Handwerkskammer.
- HandwerkerleistungenSteuerlich begünstigte Arbeiten im Haushalt nach § 35a EStG.
- HaarrissSehr feiner Riss im Putz oder Anstrich, oft ohne statische Bedeutung.
I
- IsoliergrundSperrgrund gegen durchschlagende Flecken von Nikotin, Wasser oder Ruß.
K
L
- LatexfarbeStrapazierfähige, wischbeständige Wandfarbe mit dichtem Film.
- LasurDurchscheinender Anstrich, der Holzmaserung sichtbar lässt.
- LeistungsverzeichnisListe aller Leistungen mit Mengen und Preisen im Angebot.
M
- MustertapeteBedruckte oder geprägte Tapete mit Dekor, die nicht überstrichen wird.
- MalervliesGlattes Renoviervlies, das Risse überdeckt und überstrichen wird.
- MalerkreppAbklebeband mit Krepppapier für saubere Farbkanten.
- MeisterbetriebBetrieb, der von einem Meister oder gleichgestellt Qualifizierten geführt wird.
N
- NassabriebklasseKlasse für die Scheuerbeständigkeit eines Anstrichs.
- Nass in nassStreichtechnik, bei der angrenzende Bahnen vor dem Antrocknen verbunden werden.
O
- OberputzÄußere Putzschicht, die Struktur und Schutz der Fassade bestimmt.
Q
- Q-StufenQualitätsstufen Q1 bis Q4 für die Oberflächenqualität gespachtelter Flächen.
R
- RaufaserPapiertapete mit Holzspänen, die sich gut überstreichen lässt.
- RegiearbeitenArbeiten, die nach Stunden und nachgewiesenem Material abgerechnet werden.
- RenovierungsklauselKlausel im Mietvertrag, die Renovierungspflichten auf den Mieter überträgt.
- RAL-FarbfächerFarbmustersammlung mit normierten Farbtönen und Nummern.
S
- SilikatfarbeMineralische Farbe auf Kaliwasserglasbasis für mineralische Untergründe.
- SilikonharzfarbeWasserabweisende, diffusionsoffene Farbe, vor allem für Fassaden.
- SpachtelmassePastöse Masse zum Ausgleichen von Löchern, Rissen und Unebenheiten.
- StundenverrechnungssatzPreis je Arbeitsstunde, den der Betrieb für Lohnarbeit berechnet.
- SchönheitsreparaturenLaufende Renovierungsarbeiten wie Streichen und Tapezieren in der Wohnung.
- SchimmelbefallPilzwachstum auf feuchten Flächen, der erst nach Ursachenklärung überstrichen wird.
- StrukturfarbeFarbe mit groben Füllstoffen für plastische Oberflächen.
T
- TiefgrundGrundierung für saugende Flächen wie Putz, Gipskarton und Spachtel.
- TapetenkleisterKlebstoff auf Cellulose-Basis, passend zum Tapetentyp zu wählen.
- TaupunktTemperatur, bei der Wasserdampf aus der Luft kondensiert.
U
- UntergrundprüfungCheck der Wand auf Tragfähigkeit, Saugverhalten und Feuchte vor dem Streichen.
V
- VliestapeteTapete mit Vliesträger, die an die Wand geklebt und trocken abgezogen wird.
- VoranstrichErster, oft verdünnter Anstrich auf unbehandeltem Untergrund.
W
- WasserlackWasserverdünnbarer Lack für Türen, Zargen und Möbel.
- WärmedämmverbundsystemGedämmte Fassade aus Dämmplatten, Armierung und Putz.
- WischtechnikLasurtechnik, die lebendige, wolkige Wandflächen erzeugt.